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12. Januar 2026

Rezension zu "Die weibliche Energie der Rauhnächte" - 48 Inspirationskarten mit Begleitheft von Christine Dohler

Die Zeit der Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag ist der ideale Rahmen für innere Einkehr und Reflexion. Dieses liebevolle und inspirierende Kartenset für Frauen bietet Impulse für eine Bewusstseinsreise, bei der Altes losgelassen werden kann und der Raum für Neues geöffnet wird.

Achtsamkeitspraktiken, Rituale und Reflexionsfragen stärken dabei die eigene weibliche Intuition und leiten Schritt für Schritt eine kraftvolle Transformation für das neue Jahr ein. Erlebe deine weibliche Weisheit und deine authentische Stärke als ein Geschenk, das dich durch dein ganzes Leben begleitet, und tauche ein in die besinnliche Zeit.

Die Zeit der Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag ist eine ganz besondere Phase – eine Zeit zum Innehalten, zum Zurückblicken und um sich neu auszurichten. Die Inspirationskarten mit Begleitheft „Die weibliche Energie der Rauhnächte“ greifen genau dieses Gefühl auf und laden dazu ein, sich auf eine sanfte, aber trotzdem kraftvolle Reise nach innen einzulassen.

Schon beim ersten Durchsehen merkt man, wie viel Achtsamkeit und Liebe zum Detail in diesem Set steckt. Die Karten wirken nicht belehrend, sondern öffnen Raum für Intuition, Ruhe und ehrliche Selbstreflexion. Jede gezogene Karte fühlt sich wie eine kleine Einladung an Altes loszulassen, der eigenen weiblichen Intuition mehr zu vertrauen und neue Impulse mitzunehmen.

Besonders schön finde ich die Mischung aus Inspiration, Ritualen und Reflexionsfragen im Begleitheft. Die Texte sind klar, warm und leicht verständlich und begleiten durch die Rauhnächte, ohne Druck oder feste Regeln. Stattdessen hat man das Gefühl, mit genug Platz für eigene Gedanken, Gefühle und Rituale sanft an die Hand genommen zu werden. Immer wieder wird daran erinnert, dass Veränderung nicht laut sein muss, sondern oft ganz leise beginnt.

Was mir besonders gut gefällt: Dieses Set ist nicht nur auf die Rauhnächte beschränkt. Die Karten lassen sich genauso gut über das ganze Jahr hinweg als Inspirationsquelle nutzen – als kleine Einladung zu mehr Achtsamkeit, Entschleunigung und bewussten Momenten im Alltag. Gerade in stressigen Phasen können sie helfen, kurz innezuhalten und den Blick wieder nach innen zu richten.

Auch die Gestaltung der Karten trägt viel zur Stimmung bei. Farben und Symbole wirken stimmig und harmonisch und helfen dabei, ganz im Moment anzukommen. Beim Ziehen einer Karte hatte ich mehr als einmal das Gefühl, genau die Botschaft zu bekommen, die gerade gepasst hat.

„Die weibliche Energie der Rauhnächte“ ist kein Set, das man einfach „abarbeitet“. Es ist eines, das begleitet – durch ruhige Abende, Übergangszeiten und kleine Rituale im Alltag. Ich habe mich oft dabei ertappt, innezuhalten, Sätze nachklingen zu lassen und auch öfter meine Gedanken dazu aufgeschrieben. Gerade diese entschleunigten Momente machen die Inspirationskarten für mich so besonders.

Für mich ist dieses Kartenset eine liebevolle Einladung, der eigenen inneren Stimme mehr Raum zu geben – nicht nur in den Rauhnächten, sondern zu jeder Zeit im Jahr. Perfekt für alle Frauen, die Tiefe mögen, aber trotzdem etwas Leichtes und Sanftes suchen.

Eine Ganz klare Empfehlung und daher gibt es für die Inspirationskarten mit Begleitheft ★★★★★ Sterne! 

Herzlichen Dank an das Bloggerportal der Penguin Random House Verlagsgruppe und an den MOSAIK Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unberührt.

Hier geht's zum Buch. Bestellbar in allen bekannten Buchhandlungen und auf der Verlagswebseite.

4. März 2025

Rezension zu "Ich zeig dir die Welt" von Elisa Ruotolo

Als die kleine Schildkröte Hugo das Licht der Welt erblickt, wird sie neugierig beäugt von Sam – einem Mäusekind, das mit seiner Familie in einem Keller ein Zuhause gefunden hat. Obwohl die beiden grundverschieden sind, werden sie die allerbesten Freunde und geben einander Halt. Aber in Hugo brennt eine unbändige Sehnsucht: Er möchte endlich heraus aus dem Dunkeln und die Welt mit all ihren Farben sehen, die Regentropfen auf seinem Panzer spüren und die Wärme der Sonne fühlen. Sam zögert, doch dann erfüllt er Hugos Wunsch. Für seinen Freund würde er alles tun, auch wenn das bedeutet, ihn vielleicht für immer zu verlieren.

Elisa Ruotolos "Ich zeig dir die Welt" ist ein poetischer und tiefgründiger Roman, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Dieses Buch ist eine wunderschöne Einladung, das Leben mit neuen Augen zu sehen — voller Sehnsucht, Erinnerungen und unerwarteter Begegnungen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, in eine ganz eigene, fast magische Atmosphäre einzutauchen.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die einfühlsame Sprache, mit der Ruotolo die kleinen und großen Momente des Lebens einfängt. Es geht um Verlust, Hoffnung und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Ein Satz, der mir besonders nachgeklungen hat, war: "Manchmal muss man sich verirren, um zu wissen, wohin man gehört." So simpel und doch so wahr.

Was dieses Buch so besonders macht, ist die Ruhe, die es ausstrahlt. Kein atemloser Spannungsbogen, keine großen Dramen — stattdessen eine sanfte, fast meditative Reise durch die Innenwelten der Figuren. Ich habe mich oft dabei erwischt, innezuhalten und über eigene Erfahrungen nachzudenken. Genau das liebe ich an solcher Literatur.

Gelegentlich hätte ich mir etwas mehr Handlung gewünscht, um die wunderschönen Reflexionen noch stärker zu verankern. Manchmal schwebt die Geschichte ein wenig zu sehr im Ungefähren. Aber vielleicht ist genau das der Punkt — sich treiben zu lassen und nicht immer eine klare Richtung zu brauchen.

!Ich zeig dir die Welt" ist ein leises, aber intensives Buch, das lange nachhallt. Wer poetische Sprache und nachdenkliche Geschichten mag, wird hier ganz sicher auf seine Kosten kommen. Für mich war es eine bereichernde Leseerfahrung, die mich zum Träumen und Reflektieren gebracht hat. Eine Herzensempfehlung, die von mir ★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den WUNDERRAUM Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

24. Februar 2025

Rezension zu "Lessons for living" von Phil Stutz

In heutigen Zeiten mehr denn je werden wir mit Leid, Katastrophen und Krisen konfrontiert – auf globaler Ebene ebenso wie ganz persönlich und privat. Wie können wir, trotz dieser Schwierigkeiten, ein gutes, zufriedenes Leben leben?

Phil Stutz hat mit dem internationalen Bestseller The Tools fünf Praktiken vorgestellt, die er als Therapeut anwendet. Nun hat er in dreißig Essays, die er seit den 1990ern als Kolumnen sammelt, die großen Probleme des Lebens zusammengestellt und zeigt konkret, wie wir uns ihnen stellen können. Denn es gibt Probleme, und es gibt Probleme – Liebe, Verlust, Erfolg, Versagen, Hoffnung, Reue, Leben, Tod. Nur wenn wir anerkennen, dass das Leben voller Schmerz ist und kein Mensch dem von Natur aus gewachsen ist, können wir verstehen und versuchen unser volles Potenzial zu entfalten.

Eine Einladung, ganz neu über das Leben und die Herausforderungen, die es uns stellt, nachzudenken. Vom internationalen Bestsellerautor und Protagonisten der Netflix-Doku »Stutz« von Hollywood-Star Jonah Hill.

Phil Stutz' "Lessons for Living" ist eines dieser Bücher, das einen wirklich zum Nachdenken bringt — und das auf eine wunderbar direkte und lebensnahe Weise. Von der ersten Seite an hatte ich das Gefühl, als würde Stutz direkt mit mir sprechen, ohne Schnörkel oder großes Drumherum. Es geht um die großen Themen des Lebens: Wachstum, Schmerz, Veränderung und die Kunst, mit sich selbst ins Reine zu kommen.

Was mir besonders gefallen hat, ist der praktische Ansatz. Stutz liefert keine abstrakten Theorien, sondern konkrete Werkzeuge, die sich sofort im Alltag anwenden lassen. Ein Konzept, das mir besonders im Kopf geblieben ist, ist die Idee, dass Herausforderungen nicht verschwinden, sondern dass wir lernen müssen, mit ihnen zu arbeiten. Klingt simpel, aber Stutz schafft es, das auf eine Art zu vermitteln, die gleichzeitig motivierend und tröstlich ist.

Das Buch hat eine angenehme Mischung aus persönlicher Weisheit und psychologischen Einsichten, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen fühlt es sich an wie ein Gespräch mit einem weisen Freund, der schon ein paar Runden mehr auf dieser Lebensachterbahn gedreht hat.

An manchen Stellen hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht — manchmal bleibt Stutz vielleicht etwas zu sehr an der Oberfläche, gerade wenn es um komplexere emotionale Themen geht. Aber vielleicht ist das auch Teil der Stärke des Buches: Es ist zugänglich und direkt.

"Lessons for Living" ist ein inspirierendes, lebensnahes Buch, das einem hilft, die eigenen Herausforderungen mit mehr Gelassenheit und Klarheit anzugehen. Für mich war es ein echter Augenöffner und ich kann es jedem empfehlen, der gerade ein bisschen Orientierung oder einfach einen freundlichen Schubs in die richtige Richtung braucht.

Das Buch bekommt von mir ★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den GOLDMANN Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Hier geht's zum Buch. Bestellbar in allen bekannten Buchhandlungen und auf der Verlagswebseite.

16. Februar 2025

Rezension zu "Eine Reise in 72 Wörtern" von Laura Imai Messina

Die Lehren, die aus Japan kommen, sind auch im Westen aktueller denn je. Aber was genau macht den japanischen Geist aus?

72 Begriffe gibt es im Japanischen, um die Jahreszeiten zu beschreiben und das Jahr in Abschnitte zu gliedern, die alle fünf Tage die Gelegenheit zur Erneuerung und inneren Reflexion bieten.

So heißt etwa Harmonie auf Japanisch wa, aber wie alle japanischen Wörter beinhaltet es viel mehr: In Harmonie mit den Dingen zu sein, das bedeutet in Japan Schönheit, Freude und Gemeinsinn in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen, durch kontinuierliche Arbeit an sich selbst, durch das Erlernen von Geduld, durch überlegtes Handeln und gelebtes Miteinander.

Laura Imai Messinas "Eine Reise in 72 Wörtern" ist ein literarischer Schatz, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Dieses Buch ist kein klassischer Roman, sondern eine liebevolle Sammlung von japanischen Begriffen, die weit mehr erzählen als nur ihre wörtliche Bedeutung. Es ist, als würde man einen kulturellen Schatz heben und sich dabei selbst ein Stückchen besser verstehen.

Schon nach den ersten Seiten war ich fasziniert davon, wie Messina es schafft, mit wenigen Worten große Gefühle und Bilder hervorzurufen. Ein Beispiel, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist: Das japanische Wort "komorebi", das das Sonnenlicht beschreibt, das durch die Blätter der Bäume fällt. Klingt simpel, fühlt sich aber an wie ein kleines Gedicht.

Was ich an diesem Buch so mag, ist die sanfte, fast meditative Stimmung, die sich beim Lesen einstellt. Es ist kein Buch, das man verschlingt, sondern eines, das man sich häppchenweise gönnt, wie eine Tasse guten Schwarztee. Und genau das macht seinen Reiz aus: Man lässt sich treiben, hält inne und entdeckt auf jeder Seite etwas Neues — über Japan, aber auch über sich selbst.

Ein kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrund oder persönliche Anekdoten der Autorin gewünscht, um die Begriffe noch lebendiger zu machen. Aber vielleicht ist genau diese Zurückhaltung Teil des Zaubers.

"Eine Reise in 72 Wörtern" ist ein wunderbares Buch für alle, die Japan lieben oder einfach Freude daran haben, in die feinen Nuancen einer anderen Kultur einzutauchen. Für mich war es eine entspannende und bereichernde Leseerfahrung, die mich zum Nachdenken und Träumen gebracht hat. Absolut empfehlenswert! Das Buch bekommt von mir ★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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14. Februar 2025

Rezension zu "Waschbären, die im Dunkeln leuchten" von Dan Schreiber

Dies ist kein Buch über Fakten, es ist ein Buch über »Fakten«. Worüber auch immer Sie sich Gedanken machen, Sie können darauf wetten, dass es da draußen jemanden (oder etwas) gibt, der es schon untersucht hat. Die Ergebnisse dieser Mühen sehen wir hier – und sie könnten oft absurder nicht sein. Aber Vorsicht, es besteht Ansteckungsgefahr! Wenn Sie am Ende glauben, dass wir die dominante Spezies auf der Erde geworden sind, weil Raubtiere uns zu stinkend fanden, oder dass die Nachfahren von Jesus Christus als Knoblauchbauern in Japan leben – Sie wurden gewarnt!

Dan Schreibers Buch "Waschbären, die im Dunkeln leuchten" ist ein Geheimtipp für alle, die Lust auf schräge Fakten und skurrile Geschichten haben! Mit viel Humor und einem guten Gespür für die absurdesten Momente der Wissenschaft nimmt uns der Autor mit auf eine Reise in die Welt des Unerwarteten.

Schon der Titel lässt erahnen, dass es hier nicht um trockene Wissenschaft geht. Tatsächlich geht es in einem der Kapitel um ein Experiment, bei dem Forscher versucht haben, Waschbären zum Leuchten zu bringen. Kaum zu glauben, aber wahr! Ziel war es, ihre nachtaktiven Gewohnheiten besser beobachten zu können. Solche Beispiele machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen.

Neben leuchtenden Waschbären erfährt man auch, dass selbst Nobelpreisträger manchmal an die verrücktesten Dinge glauben. So gibt es die Geschichte von Kary Mullis, dem Erfinder der PCR-Methode, der nicht nur die moderne Genforschung revolutionierte, sondern auch fest davon überzeugt war, mit Geistern kommunizieren zu können. Solche Anekdoten haben für so manche ungläubigen Lacher gesorgt.

Allerdings hat das Buch manchmal auf mich ein wenig oberflächlich gewirkt. Die Vielzahl an kuriosen Details und schnellen Themenwechseln sorgt zwar für Abwechslung, mir hat allerdings oft der rote Faden gefehlt. 

"Waschbären,die im Dunkeln leuchten" von Dan Schreiber ist dennoch ein witziges, lehrreiches und unterhaltsames Buch, das Lust macht, die Welt mit ein bisschen mehr Neugier und einem Augenzwinkern zu betrachten. Perfekt für alle, die gerne über den Tellerrand schauen! Daher bekommt das Buch von mir ★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den HEYNE Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Hier geht's zum Buch. Bestellbar in allen bekannten Buchhandlungen und auf der Verlagswebseite.

6. Februar 2025

Rezension zu "Der kleiner Hirtenjunge" von Regina Linke

Manchmal reicht eine Kleinigkeit, um das Leben neu zu betrachten.

In dieser inspirierenden und wunderschön illustrierten Fabel offenbart sich die Philosophie östlicher Weisheiten von über Tausenden von Jahren. Es ist hier ein kleiner Junge, der im Kleinen die ganze Welt erfährt und so Lebensfreude, Freundschaft und Glück findet. Zusammen mit einem Ochsen und einem weißen Kaninchen erlebt er inmitten der alltäglichen Arbeit Liebe, Mitgefühl und Gemeinschaft. In ihren Gesprächen tauschen sich die drei über Erlebtes aus und dringen vor zu den tiefen Wahrheiten des Lebens.

Angefertigt in Stil der traditionellen Gongbi-Malerei kreiert die taiwanesisch-amerikanische Künstlerin Regina Linke eine zauberhafte Atmosphäre, die Jung und Alt gleichermaßen gefangen nimmt.

„Der kleine Hirtenjunge“ von Regina Linke entführt seine Leser in eine bezaubernde Welt der Weisheit und des Staunens. Diese bezaubernde Erzählung ist nicht nur eine Geschichte, sondern ein sanfter Wegweiser, der mit einfachen, aber tiefgründigen Momenten den Leser dazu anregt, das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Philosophie östlicher Weisheiten, die über Tausende von Jahren gereift ist, findet in der Geschichte des kleinen Hirtenjungen eine ganz süße Form der Darstellung. Der Junge, begleitet von einem Ochsen und einem weißen Kaninchen, begegnet dem Leben mit Offenheit und Neugier und lernt dabei, was wahre Freundschaft, Liebe und Mitgefühl bedeuten.

Die Gespräche zwischen den drei Freunden sind von einer beruhigenden Tiefe, und ihre Begegnungen sind von einer ganz eigenen Magie geprägt. Jedes Wort, jede Geste und jede Handlung scheinen darauf abzuzielen, eine universelle Wahrheit zu vermitteln – dass es oft die kleinen Dinge im Leben sind, die das größte Glück bringen. Inmitten der täglichen Arbeit, sei es auf der Weide oder im Gespräch miteinander, erfahren die Charaktere wahre Lebensfreude.

Was diese Erzählung besonders hervorhebt, ist nicht nur ihre inhaltliche Tiefe, sondern auch die wunderschöne visuelle Gestaltung. Regina Linke, die talentierte taiwanesisch-amerikanische Künstlerin, bringt die Geschichte durch den traditionellen Gongbi-Malstil zum Leben. Ihre Illustrationen schaffen eine Atmosphäre von Harmonie und Zauber, die sowohl Kinder als auch Erwachsene fesselt und in eine andere Welt entführt. Die präzisen Linien und die zarten Farben der Erzählung haben mich Seite für Seite in eine fast träumerische Stimmung versetzt.

„Der kleine Hirtenjunge“ ist mehr als nur ein Kinderbuch – es ist eine Einladung, das Leben in seiner Einfachheit und Tiefe zu schätzen. Es erinnert uns daran, dass wir oft durch den Blick auf die kleinen, alltäglichen Dinge zu großen Wahrheiten gelangen können. Ein zauberhaftes Buch, das unterhält und inspiriert.

"Der kleiner Hirtenjunge" von Regina Linke ist eine wundervolle Fabel, die mich tief berührt hat und in dem ich sicherlich nicht das letzte Mal geblättert habe. Daher bekommt das Buch von mir ★★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den Kösel Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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3. Oktober 2024

Rezension zu "Mit Nachsicht" von Sina Haghiri

Für uns alle ist die Versuchung groß, Misstrauen gegenüber anderen zu entwickeln und die Welt als kalten Ort zu sehen. Das gilt leider besonders, wenn wir ohnehin psychisch angeschlagen sind oder in einer Krise stecken und uns eigentlich nach Nähe und Vertrauen sehnen – doch das hat Folgen.

Menschen übernehmen Vorurteile, sehen sie durch Einzelfälle bestätigt und übertragen sie auf ganze Gruppen. Auf gesellschaftlicher Ebene werden die Gräben dadurch immer tiefer, auf individueller Ebene lösen wir gerade durch diese Erwartung oft erst irritierte Reaktionen beim Gegenüber aus.

Der Psychotherapeut und Podcaster Sina Haghiri beobachtet zunehmend die Konsequenzen des sinkenden Vertrauens in andere: Mentale Gesundheit und Beziehungen leiden darunter, viele Menschen klagen über Depressionen und Einsamkeit.

Unsere negative Sicht von anderen beruht in Wahrheit jedoch häufig auf menschlichen Fehlern oder zu negativen Darstellungen in Medien und sogar Wissenschaft, und dagegen können wir etwas tun: Wir können uns unserer falschen Annahmen bewusst werden und eine Haltung der Empathie kultivieren. Dafür braucht es vor allem eins: Nachsicht. Sie kann uns nicht nur helfen, andere besser zu verstehen, sondern auch mitfühlender mit uns selbst zu sein – und das Gute in der Welt zu erkennen, statt vom Schlechten auszugehen.

"Mit Nachsicht" von Sina Haghari hat mich auf eine unerwartet tiefgehende Weise berührt. Als jemand, der sich als empathisch bezeichnet, bin ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen. Die ersten Kapitel haben mich mit ihren Inhalten schon stark zum Nachdenken gebracht.

Haghari beginnt mit der Beschreibung verschiedener Experimente, die mich zutiefst erschüttert haben. Diese Untersuchungen zeigen Aspekte des menschlichen Verhaltens, die oft im Verborgenen liegen. Besonders gelungen fand ich die nüchterne und zugleich bewegende Beschreibung dieser Forschungsergebnisse über die menschliche Natur.

Besonders interessant fand ich seine Auseinandersetzung mit dem Thema Nachsicht und Vergebung. Haghari beschreibt, wie wir oft dazu neigen, andere strenger zu beurteilen als uns selbst. Das hat mich persönlich stark zum Nachdenken gebracht, da ich diese Neigung auch in meinem Alltag wiedererkannt habe. Seine klaren Gedanken haben mir geholfen, meine eigenen Urteile und Vorurteile zu hinterfragen.

Was mir an Haghari’s Schreibstil besonders gefällt, ist die klare und zugängliche Sprache. Obwohl er komplexe psychologische und gesellschaftliche Themen behandelt, bleibt der Inhalt verständlich und zugleich tiefgründig.

"Mit Nachsicht" hat mich intellektuell und emotional bereichert. Es hat mir neue Perspektiven auf Empathie, Vergebung und menschliches Verhalten eröffnet und so konnte ich meine eigene Sicht auf zwischenmenschliche Beziehungen auch nochmal überdenken.

"Mit Nachsicht" von Sina Haghari ist ein eindrucksvolles Buch, das menschliches Verhalten auf faszinierende Weise beleuchtet und zum Nachdenken anregt. Mit klarer Sprache und tiefgründigen Reflexionen über Empathie, Vergebung und Urteilsvermögen hat es mich in den Bann gezogen. Das Buch bekommt von mir ★★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den Kösel Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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27. Dezember 2023

Rezension zu "Gedankenpause: Das Achtsamkeitsjournal" von Peter Beer

Das Leben bewusst gestalten, mehr innere Ruhe und echte Zufriedenheit oder einfach mal eine heilsame Gedankenpause – das wünschen wir uns alle. Doch dafür müssen wir achtsam mit unserer Zeit und unseren Ressourcen umgehen. Das interaktive Achtsamkeitstagebuch von Erfolgsautor Peter Beer setzt genau dort an und zeigt uns, wie wir bewusstes und reflektiertes Handeln erfolgreich in den Alltag integrieren und mit geführten Gedankenpausen wieder bei uns selbst ankommen.

Mit hochwirksamen Reflexionsfragen und Übungen lernen wir Schritt für Schritt störende Elemente aus unserem Leben zu identifizieren und zu verändern, um Raum für Ruhe, Gelassenheit und wahrhaftiges Glückserleben zu schaffen. Mit sinnvollen Zieldefinitionen, Übungen und Checklisten kommen wir einem achtsamen Leben immer näher und erkennen, wie erfüllt unser Leben sein kann, wenn wir es nur zulassen.

Gerade zum Jahreswechsel setzen sich viele Menschen das Ziel, im nächsten Jahr achtsamer zu leben. Meist hapert es aber an der Umsetzung. Schließlich ist es gar nicht so einfach Achtsamkeit im stressigen Alltag zu integrieren. "Gedankenpause: Das Achtsamkeitsjournal" ist da ein wunderbareres Helferlein, um sich in dieser schnelllebigen Zeit nicht selbst zu vergessen. Zu Beginn fällt das Achtsamkeitsjournal durch seinen wunderschönen Einband auf. Das minimalistische und edle Cover mit den beiden passsenden Lesebändern sieht sehr schick aus.

Der Autor liefert im ersten Inhaltsteil einige wertvolle Impulse zum Thema Achtsamkeit und erklärt den Aufbau des Achtsamkeitsjournals. Täglich schreibt man den ganz persönlichen Marmeladenglasmoment auf und praktiziert eine Gedankenpause, in der man sich ganz auf sich selbst konzentriert. Um Klarheit darüber zu gewinnen, wie Du die Dinge erlebt hast, enthält das Buch jede Menge Impulsfragen und Reflektionsübungen. 

Zusätzlich dazu gibt es noch das Lebensrad, den Gewohnheitssammler und weitere Reflektionsfragen zum Wochenende. Mit exklusiv geführten Meditationen und Achtsamkeitsübungen im Downloadbereich, begleitet dich das Achtsamkeitsjournal auf dem Weg zu einem ganzheitlich bewussteren Leben voller Gelassenheit und Freude. Das Journal hilft die Lebensqualität zu verbessern und ein tieferes Verständnis für sich selbst und die Welt um uns herum zu entwickeln. Es läd zu einer Pause ein und baut durch die tägliche Reflektion Stress ab. Mit diesem Journal kann ich mehr Achtsamkeit und Bewusstheit in meinen Alltag holen und besser reflektieren. Hilfreich sind auch die Monatsabschluss-Seiten. Überzeugt hat mich auch der gelungene Aufbau und die ganzheitliche Betrachtung. Ich freue mich später einmal zurückzublicken und die Marmeladenglasmomente und Reflektionnsfragen erneut abzurufen.

"Gedankenpause: Das Achtsamkeitsjournal" von Peter Beer ist ein vielfältiges Journal, das mit viel Herzblut kreiert wurde. Das Achtsamkeitsjournal bekommt von mir ★★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den Arkana Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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17. November 2021

Rezension zu "Stille" von Bodo Janssen

Wenn Bodo Janssen vor schwierigen Entscheidungen steht, greift er auf die Kraft zurück, die er aus seinem täglichen Morgenritual gewinnt: Er steht früh auf und zieht sich zur Meditation zurück. Er kehrt ein in die Stille. In ihr gewinnt er die Klarheit, Stärke und Einsicht, um den Herausforderungen des Alltags ruhig und gelassen zu begegnen

Die in der Stille gewonnenen Erkenntnisse schreibt Bodo Janssen täglich in Notizbüchern nieder. Aus ihnen entstand auch dieses Buch, das Sie ein Jahr lang begleitet und durch monatliche Impulse zu mehr Bewusstheit und souveränem Handeln führt.

Der Titel hat mich sofort angesprochen. Stille. Veränderung. Nach innen gehen. Heutzutage werden die Vorteile der Stille oft unterschätzt. Dabei ist sie von enormer Wichtigkeit für unsere Zufriedenheit.

Glaubwürdig und nahbar teilt Bodo Janssen seine Erkenntnisse und seinen Weg zu dieser jedem inne liegenden Kraft. In zwölf Stationen darf sich der Leser durch das Jahr führen lassen. Der November passt gut als Erscheinungsdatum, auch wenn die Lernreise zur Mitte von Januar bis Dezember gestaltet ist. Trotzdem kann es unabhängig von den Jahreszeiten gelesen werden. Dieser rote Faden hat mir allerdings sehr gut gefallen. 

Dieses kleine Büchlein im DIN A6 Format lädt ein, sich jederzeit und überall auf diese Reise ins Innere. Jedes Kapitel läd zu einem speziellen Thema mit einem anregenden Text ein und spricht eine Einladung zu bewusstem Denken, Fühlen und Handeln ein mittels Fragen, Aufgaben und kleinen Übungen. Die Fragen, die Bodo Janssen in den Raum wirft sind sehr inspirierend und die Aufgaben und Übungen wunderbar im Alltag zu integrieren. Bodo Janssen schreibst sehr lebendig und authentisch. Ich konnte mich in so vielen Situationen wiederfinden. Für mich ist das Buch definitiv bereits ein Jahreshighlight. Denn ich konnte unheimlich viel mitnehmen und war durchgehend inspirierend. Ganz besonders haben mir die Metaphern und Vergleiche gefallen, die Bodo Janssen heranzieht. Diese habe ich mir sofort eingeprägt. Ich werde sicherlich nicht das letzte Mal darin lesen.

Das Buch kann ich euch nur wärmstens empfehlen! "Stille" bekommt von mir ★★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den ARISTON VERLAG für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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25. September 2021

Rezension zu "Wir Tiere: Eine neue Geschichte der Menschheit" von Melanie Challenger

Wir Menschen sind die neugierigsten, emotionalsten, einfallsreichsten, aggressivsten und gleichzeitig verwirrendsten Tiere auf dem Planeten. Doch wie gut kennen wir uns wirklich? Hadern wir mit unserer eigenen tierischen Natur und vernachlässigen damit einen zentralen Aspekt unseres Menschseins? Challengers revolutionäres Buch kombiniert neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus Natur- und Umweltgeschichte, Biologie und Philosophie, und führt uns thematisch von den frühen Agrargesellschaften über die Antike und die Moderne bis hinein in die nahe Zukunft der künstlichen Intelligenz.

"Wir Tiere. Eine neue Geschichte der Geschichte" hat mich sofort neugierig gemacht. Auch das Cover finde ich klasse. So ein bisschen eine Ahnung, um was es in diesem Buch geht, hatte ich also schon durch das Cover. Umso neugieriger hat mich dann auch er Klappentext und die zahlreichen positiven Worte dazu gemacht. Allerdings ist nichts so wie erwartet. Das Buch hat direkt meine Erwartungen übertroffen.

Menschliche Überlegenheit ist ein Irrtum

Das Buch konfrontiert uns mit unserem Verhalten und schärft unsere Gedanken, warum wir denn eigentlich nicht begreifen wollen, dass das Tier in uns steckt. Klar können wir uns darauf einigen, dass wir eine Sonderstellung annehmen. Dennoch kritisiert Melanie Challenger, dass wir seit Jahrhunderten so tun, als hätten wir nichts mit der Tierwelt zu tun. Laut ihr ist es immer schwerer zu rechtfertigen, dass wir uns so groß vom Tier unterscheiden. Denn das Tier sein verfolgt uns in allen Lebenslagen. Die Autorin spricht davon, dass das Verhältnis zu unserem Tiersein gestört ist. Das hat zur Folge, dass wir uns auch von der Natur abschotten. Die Autorin bezieht sich immer wieder auf bekannte Philosophen, zitiert aktuelle Untersuchungen und regt damit unheimlich zum Nachdenken an. Die Bedenkendie sie äußerst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Diese vermittelt sie auch sehr einprägsam und verständlich. Dieses Buch beschäftigt sich intensiv mit uns Menschen und der Evolution. Schnell wird deutlich, dass die Autorin mit diesem Buch die Schönheit der Tierwelt neu zeigen möchte.

"Doch was immer wir tun, wir tun es als Tiere. Aber wir rechtfertigen es als Menschen" (S. 69)

Gerade wissenschaftliche Erkenntnisse fühlen den Graben, den wir zwischen uns und Tieren geschaffen haben, wieder auf. Wieso wehren wir uns also weiter? Bei einigen Sätzen der Autorin musste ich sehr schmunzeln. Manche Textstellen hatten auch etwas Provokantes. Das fand ich aber umso unterhaltsamer. Wortwörtlich habe ich gesagt: "Was für ein geiler Satz.". Schnell hat mich Melanie Challenger in den Bann gezogen.  Ergänzt wird dieses Buch durch Bilder, die die Themen auflockern. Besonders süß waren die Tierbilder. Die Autorin beschäftigt sich seit über einem Jahrzehnt mit diesem Thema und das ist definitiv spürbar. Ich habe schnell gemerkt, mit welch Passion sie dieses Thema dem Leser näher bringen möchte und dass es ihr ein extrem wichtiges Anliegen ist. "Wir Tiere: Eine neue Geschichte der Menschheit" war sehr erkenntnisreich. Ich habe einige Sätze herausgeschrieben und verinnerlicht. Dieses Buch ist eine wunderbare Erinnerung, wie schön doch die Tierwelt ist und dass wir endlich akzeptieren sollen, dass das Tier in uns steckt. Denn daran ist so gar nichts verwerflich. Ich kann nur wärmstens empfehlen, dieses Buch zu lesen und sich von diesem interessanten Thema selbst ein Bild zu machen. 

Das Buch bekommt von mir ★★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den btbVerlg für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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28. Juli 2021

Rezension zu "Vom Glück Pech zu haben" von Denise Schindler/Manfred Otzelberger

Keine Biographie muss vollkommen sein und kein Mensch perfekt, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Denise Schindler weiß, dass jeder Mensch Handicaps hat – ihres kann man jedoch schon auf den ersten Blick erkennen. Im Kleinkindalter verliert Denise ihren Unterschenkel und ist fortan darauf angewiesen, aus eigener Kraft für das Glück und die Selbstbestimmung zu kämpfen. Sie verkörpert das, was wir heute als Resilienz bezeichnen: eine besondere Widerstandskraft, die mit einer inneren Haltung und zu erlernenden Techniken einhergeht. Dank dieser Form von Durchhaltevermögen führt Denise ihr Wunschleben – als Frau sowie als Weltklasse-Athletin. Nun gibt sie ihr Wissen um Resilienz und Willenskraft weiter und erzählt mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen, wie man Schicksalsschläge, Handicaps und selbstgesetzte Grenzen überwinden kann.

Jeder Mensch hat Handicaps
Denise Schindler steht gerade voller Euphorie in den Startlöchern für die Paraympics in Tokio 2021. Vor allem weiß Schindler, wie man an einem Schicksalsschlag wachsen kann. Mit 12 Jahren verliert sie durch einen Straßenbahn ihren Unterschenkel. Warum blühen manche Menschen nach so einem Schicksalsschlag auf und andere zerbrechen daran? Kann ein Schicksalsschlag Fluch und Segen zugleich sein? Genau darum geht es in diesem Buch. Schindler erzählt über das Thema Resilienz und teilt mit ihren 10 Grundsätzen der Resilenz ihren ganz persönlichen Kompass für ein gutes Leben. Dieses Buch ist weit mehr als eine Biografie und Lebensgeschichte. Ihr Weg war schmerzlich, aber Resilienz geht jeden von uns etwas an. Es geht um persönliche Entwicklung auf allen Ebenen und darum "wetterfest" zu werden. Denn wir alle wünschen uns, an Gefahren zu wachsen und diese schützende "seelische Ritterrüstung" um uns haben. Der Leser bekommt immer wieder wertvolle Tipps und Impulse.

"Jeder kann von Denise lernen" - Johannes B. Kerner

Schon zu Beginn hat mich "Vom Glück Pech zu haben" gefesselt. Das Buch ist einfach nur wundervoll geschrieben und die Thematik von unfassbarem Mehrwert. Der Schreibstil ist leicht und angenehm. Ich habe mir immer wieder Zitate herausgeschrieben und über ihre Worte nachgedacht. Sie erwähnt auch bekannte Persönlichkeit und schreibt beispielsweise über ihren Umgang mit dem Thema Scheitern. Jeder Grundsatz wird in einem Kapitel beschrieben und behandelt. Dadurch zieht sich durch das Buch immer ein roter Faden. Das Buch "Vom Glück Pech zu haben" ist ein wunderbarer Appell,, Resilienz aufzubauen, das Leben selbst in die Hand zu nehmen und aus bestimmten Situationen gestärkt hervorzugehen. So können wir selbstgesetzte Grenzen überwinden und mit innerer Stärke durchs Leben gehen. Gewappnet mit einer seelischen Ritterrüstung! Ich kann mich Johnannes B. Kerner zur anschließen: "Jeder kann von Denise lernen!"

"Vom Glück Pech zu haben" von Denise Schindler/Manfred Otzelberger kann ich nur wärmstens empfehlen. Ein Buch, das definitiv eine Veränderung in dir auslösen wird. Das Buch bekommt daher von mir ★★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den mosaik Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Hier geht's zum Buch. Bestellbar in allen bekannten Buchhandlungen und auf der Verlagswebseite.

23. Juli 2021

Rezension zu "Bish hierher und nicht weiter" von Rolf Sellin

 »Grenz dich doch ab!« – das sagt sich so einfach. Doch Grenzen zu setzen ist leichter gesagt als getan. Erfolgsautor Rolf Sellin zeigt, weshalb oft nicht klappt, was wir uns doch schon so oft vorgenommen haben. Denn erfolgreiche Abgrenzung ist keine Willenssache. Abgrenzung will geübt sein und dafür bietet Sellin konkrete Methoden, die funktionieren: auf gedanklicher, kommunikativer, körperlicher und besonders auf energetischer Ebene.

In seinem erfolgreichen Longseller erklärt Rolf Sellin, wie Sie wirksam Grenzen setzen, besser für sich sorgen, rechtzeitig Nein sagen, beizeiten Pause machen und so mehr erreichen. Erweitert wurde das Buch um neue Methoden zur Bewältigung von Informationsflut und persönlichen Krisen sowie zur verbalen Abgrenzung.

"Bis hierher und nicht weiter" ist ein Buch, das ich jedem aus vollstem Herzen empfehle. Es geht um die persönlichen Grenzen. Ein Thema, mit dem wir im Alltag und Arbeitsleben immer wieder konfrontiert werden. Für Leser, die bereits sein Buch "Wenn die Haut zu dünn ist" zum Thema Hochsensibilität gelesen haben, kann das Buch als Fortsetzung gesehen werden. Denn es geht darum, Grenzen zu setzen und sich zu zentrieren. Ich habe die Thematik schnell auf mein Leben übertragen und mir Gedanken gemacht, wann ich in meinem Alltag auf Grenzen stoße. 

Im gesamten Buch finden sich immer wieder Übungen und Fallbeispiele. Sellin regt zur Selbstreflexion an. Zudem ergänzen Grafiken die Theorie. 

Der Schlüssel ist Zentriertheit / Zu Beginn spricht der Autor generell über Grenzen und darüber, ob es nicht eigentlich ein Widerspruch ist, Grenzen zu setzen. Schließlich sehnen wir uns doch immer nach Freiheit und grenzenlosen Möglichkeiten. Zudem geht es um die eigenen persönlichen Grenzen und darum zu erkennen, was das eigene Revier ist. Hier wurde die Theorie durch ansprechende  Grafiken verdeutlicht. Sellin stellt uns die Frage, wo wir schon mal Grenzen überschritten haben, wann wir es gemerkt haben und wie wir uns dabei gefühlt haben. Das Kapitel zum Thema Zentiertheit fand ich besonders inspirierend. Sellin schreibt, dass Zentrierung ist die Basis für alles ist. Erst wenn wir in einem guten Kontakt zu unserem Körper sind, haben wir die Möglichkeit uns abzugrenzen. Schließlich geht es um die Ebenen der Abgrenzung: kommunikativ, energisch und mental. 

Grenzen bringen manchmal auch Ängste und Schuldgefühle mit sich. Es ist nämlich gar nicht so leicht, sich abzugrenzen. Vor allem im Berufsleben spielt das Thema Macht und Abhängigkeit eine große Rolle. Diesen Aspekt hat Sellin auch nicht außer Acht gelassen. Er beschreibt, was wir tun können, wenn Abgrenzung in einer konkreten Situation nicht möglich ist bzw. war. Außerdem gibt er wertvolle Tipps für Hilfe in Krisen, Chaos oder Katastrophen.

Meine Erwartungen wurden übertroffen / Im Buch ist auch ein Test zur Selbsteinschätzung meiner Fähigkeiten im Bezug auf Abgrenzung dabei. Klasse finde ich auch die Übersicht zu den Übungen. So kann man jederzeit nochmal die Übungen nachschlagen und theoretische Inhalte vertiefen. Einige Übungen habe ich bereits gemacht und konnte diese sehr gut anwenden. Abgrenzung ist allerdings Übungssache. Für eine langfristige Veränderung ist somit regelmäßiges Üben notwendig. Sellin lässt keine Fragen offen und übertrifft die Erwartungen an dieses Buch. Das Buch ist thematisch sinnvoll gegliedert und lässt sich sehr angenehm lesen. Ich habe unheimlich viel dazugelernt und werde mich noch viel mit dieser Thematik auseinandersetzen. Denn "Bis hierher und nicht weiter" ist kein Buch, das man einmal liest und es dann im Bücherregal zurücklässt. Ich werde es immer wieder aufschlagen und mich an den Erkenntnissen erfreuen. Das ist eine Herzensempfehlung von mir an euch. Dieses Buch wird dein Umgang mit persönlichen Grenzen garantiert positiv beeinflussen.

"Bish hierher und nicht weiter" von Rolf Sellin bekommt ★★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den Kösel Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Das Buch wurde in seiner Erstauflage im Jahr 2014 veröffentlicht. Bei dieser Ausgabe handelt es sich um eine erweiterte Neuausgabe, welche am 14. Juni 2021 im Kösel-Verlag erschien. Hier geht's zum Buch. Bestellbar in allen bekannten Buchhandlungen und auf der Verlagswebseite.

17. Juli 2021

Rezension zu "Flauschig" von Hanna Bervoets

Florence, Maisie, Stephan und Diek, alle sind mehr oder weniger unglücklich, im Grunde also ganz normal. Sie vermissen etwas, wissen jedoch nicht so genau, was, bis sie, jeder für sich, eines Tages auf einen kleinen flauschigen Ball stoßen: Fuzzie. Jeden Tag erzählt Fuzzie ihnen Geschichten, Geschichten über Liebe und Verlust, über Träume und Einsamkeit, Geschichten, in denen sich jeder wiederfindet. Sie hören ihrem kleinen Ball zu, sie tun, was er sagt. Sie lieben ihren kleinen flauschigen Ball, denn er kennt sie, ja, er scheint sie vollkommen zu verstehen, vielleicht sogar als Einziger …

Der Titel "Flauschig" hat mich sofort neugierig gemacht. Als ich den Klappentext las wusste ich, dass der btb Verlag mal wieder etwas Besonderes herausgebracht hat. Es geht im Grunde um verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenssituationen. Ein flauschiger Ball, der versteht und zuhört, tritt in unterschiedliche Leben. Vor allem schafft es dieser flauschige Ball, dass sich die Menschen ihm öffnen und Nähe zulassen. Ich hab sehr schnell ins Buch gefunden und mich direkt angesprochen gefühlt. Der Schreibstil ist sehr leicht und angenehm zu lesen. 

In vielen Zeilen habe ich mich wiedergefunden und inspiriert gefühlt. Die Charaktere thematisieren philosophische Fragen und regen stark zum Nachdenken an. Die Menschen brechen durch dieses flauschige Bällchen immer mehr ihre Distanz und erzählen offen von ihren Sorgen und Ängsten. 

Die Idee finde ich total außergewöhnlich, genial und innovativ. Im Laufe der Geschichte werden zahlreiche weitere Personen zum Besitzer der Bälle. Ich finde, dass dieses Buch auch gesellschaftlich relevanter denn je ist. Denn gerade in der heutigen Zeit spürt man in der Gesellschaft vermehrt Distanz. Das Buch ist sehr gefühlvoll und macht Lust auf mehr. Dieses wundervolle Buch kann ich also nur wärmstens empfehlen. 

"Flauschig" von Hanna Bervoets bekommt ★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Hier geht's zum Buch. Bestellbar in allen bekannten Buchhandlungen und auf der Verlagswebseite.

14. Juli 2021

Rezension zu "Fancy Red" Von Caterina Bonvicini

»Fancy Red« ist ein Spiel mit Identität, Verwandlung und Bewegung. Fancy Red ist zugleich der Name des Diamanten, um den es in dem Roman geht – und eine Metapher für die Gegensätze, für die er steht: Reichtum und Armut, Glanz und Trübheit, Härte und Zerbrechlichkeit. Zwei Welten prallen aufeinander: die trostlose derer, die ihn betrachten, und die schillernde derer, die ihn besitzen. Wir folgen dem Diamanten durch die ganze Welt – jeder Ort und jede Stadt liefern dem Protagonisten Filippo ein neues Puzzleteil der Wahrheit, die er genauso verzweifelt zu finden versucht wie den Edelstein, der verschwunden ist, seit seine Frau Ludò eines Morgens ermordet neben ihm lag. Der Text ist aufgebaut wie ein Diamant, ein Oktaeder bestehend aus acht Dreiecken: acht Kapitel mit je drei Unterkapiteln. Mitreißend und kunstvoll wie ein Diamantschliff.


"Fancy Red" hat mich zunächst einmal wegen diesem außergewöhnlich coolen Buchcover angesprochen. Der Klappentext verstärkte nur noch mein Interesse, dieses Buch zu lesen. "Fancy Red" ist irgendwie besonders und einzigartig. Es ist in 6 Kapitel aufgeteilt. Also genauso viel Kapitel, wie ein Diamant Ecken hat. Jedes Kapitel ist wie ein Oktaeder aufgebaut (die acht dreieckigen Flächen werden zu acht dreigeteilten Kapiteln aufgeteilt). Das Buch ist sehr facettenreich. Je mehr Facetten Bonvicini aufzeigt, desto mehr wird man in die Geschichte gezogen.

Bevor ich das Buch in den Händen hielt, hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, was mich erwartet. Aber das reizte mich umso mehr. Schon zu Beginn warf "Fancy Red" viele Fragen auf. Ich habe schnell ins Buch gefunden und war neugierig, was es mit dem Diamanten und mit Ludó auf sich hat.

„Dieser Edelstein hatte mich ausgewählt, so wie ich ihn“
- "Fancy Red" von Caterina Bonvicini -

Diamanten sind für Filippo alles. Schließlich tritt Ludò in sein Leben tritt. Sie ist nicht nur die Tochter eines wohlhabenden Kunden, sondern auch ein ganz eigenwilliger Mensch. Auch trägt sie  einen „Fancy Vivid Red“ als Nasenpiercing – einen leuchtend roten unheimlich wertvollen Diamanten. Filippo und Ludò heiraten und reisen durch Europa. Doch ein Urlaub in Griechenland wird ihnen zum Verhängnis : Eine hübsche, junge Frau namens Isabel lädt sie an den Pool der Villa nebenan ein. Am nächsten Morgen ist Ludó tot, der „Fancy Red“ verschwunden, und Filippo kann sich an nichts erinnern. Um möglichen Konsequenzen zu entgehen, versenken die beiden zusammen Ludòs Leiche im Meer und gehen getrennte Wege. In Filippo keimt ein entsetzlicher Verdacht: Könnte er die Tat begangen haben? Und wer war Ludó wirklich?

Die Autorin schreibt über Urlaubserinnerungen und über eine sehr außergewöhnliche Beziehung. Jedenfalls empfinde ich diese Beziehung und ihre Dynamik ganz und gar nicht gewöhnlich. Manche Erinnerungen zogen sich sehr lange und erst gegen Ende hin klärt Bonvicini ihre Leser auf. Dieses Buch muss man definitiv erstmal auf sich wirken lassen. Denn die Geschichte fühlt sich sehr mysteriös an. Die Frage ob Filippo schuldig ist, ist gar nicht so einfach herauszufinden und nach dem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, haben sich defintiv noch Fragen aufgetan. 

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und die Erzählung durchweg aus der Sicht von Filippo. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen. Es spielt manchmal in der Vergangenheit und dann wieder in der Gegenwart. Ich finde, dass "Fancy Red" ein Roman ist, auf den man sich einlassen muss. Denn die Geschichte regt sehr zum Nachdenken an und ist vom Aufbau und Stil sehr ungewöhnlich. Aber wenn man sich darauf einlässt, hält "Fancy Red" so manch Überraschungen bereit und begeistert.

"Fancy Red" Von Caterina Bonvicini bekommt ★★★★ Sterne!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal Penguin Random House Verlagsgruppe und an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Hier geht's zum Buch. Bestellbar in allen bekannten Buchhandlungen und auf der Verlagswebseite.

21. Dezember 2020

Rezension zu "Folge dem weißen Kaninchen ... in die Welt der Philosophie" von Philipp Hübl

Der Philosoph Philipp Hübl hat mit »Folge dem weißen Kaninchen« eine ebenso unterhaltsame wie verständliche Einführung in die moderne Philosophie geschrieben. Er bietet Orientierung bei den großen philosophischen Fragen: Was können wir wissen? Wie erleben wir unseren Körper? Kann man Bewusstsein wissenschaftlich erklären? Wie erhalten Worte ihre Bedeutung, und wie frei sind wir in unseren Entscheidungen? Kann man ohne Gefühle leben? Haben Träume eine Funktion? Warum ist uns Schönheit so wichtig? Gibt es Gott, und hat der Tod einen Sinn?

Der Titel "Folge dem weißen Kainchen ... in die Welt der Philosophie" hat sofort meine Neugier geweckt. Bereits nach den ersten Seiten war ich positiv überrascht. Hübl erzählt philosophische Aspekte sehr plausibel und leicht. Das Buch beginnt damit, dass Hübl sich auf Filme bezieht, die er als Orte philosophischer Rätsel bezeichnet. Wir folgen dem weißen Kaninchen in die WIrklichkeit. Denn die Welt mit anderen Augen zu sehen, ist die beste Reise, die wir unternehmen können. In zehn Kapitelln gibt der Beststeller-Autor klare Antworten auf philosophische Fragen. Er bietet eine Orientierung im Irrgarten und stellt  die guten Argumente in den Vordergrund. Was hat es mit dem weißen Kaninchen auf sich? Auf welche Geschichte bezieht sich Philipp Hübl? 

Inspiration von der ersten bis zur letzten Seite
Die Botschaft in "Folge dem weißen Kaninchen ... in die Welt der Philosophie"  ist, dass die Wirklichkeit das eigene Wunderland ist. Immer wieder zitiert Hübl bekannte Personen wie Aristoteles, Freud oder Darwin und gibt ihre interessante Denkweisen wieder. Philosophen fragen nach dem Wesen der Dinge und sehen das Mysterium im Selbstverständlichen. Hübl thematisiert als Einstieg die unterschiedlichen Typen von Philosophen. Ein großes Kapitel witmet er dem meistdiskutierten Thema: Gefühle. Wurde die romantische Liebe wirklich im Mitttelalter erfunden? Er geht auch auf aktuelle, psychologische Experimente ein, wie beispielsweise Lach-Yoga Kurse. Auch erzählt er über seine eigene Erfahrungen und schreibt über Beispiele im Alltag.  Besonders spannend fand ich die Erkenntis, dass nicht die Augen das Tor zur  Seele sind, sondern die Gesichtsmuskeln. Denn es gibt ca. 10.000 unterschiedliche Ausdrücke. 

Die Instrumente des Sprachgebrauchs im Kapitel Sprache wurden sehr interessant dargestellt. Auch das Kapitel über Träume fand ich unheimlich inspirierend. Mich hat dieses Kapitel sogar dazu inspiriert, mit einem Traumtagebuch zu beginnen. Hübl nimmt Bezug auf die die Darstellung der Träume in Filmen. Er geht darauf ein, dass jedes Ereignis eine Ursache voraussetzt. Nur ist jedes Ereignis auch durch eine Ursache festgelegt? In "Folge dem weißen Kaninchen ... in die Welt der Philosophie" werden unheimlich spannende Fragen beantwortet. Auch das Kapitel rund um das Thema Wissen hat mich sehr überzeugt. In diesem Kapitel wird davon gesprochen, dass Wissen wahre Überzeugung voraussetzt. Des Weiteren ist die visuelle Wahrnehmung für uns die dominante Erkenntnisquelle. Es gibt so viele spannende Erkenntnisse und lehrreiche Zitate. Beim Lesen habe ich mir sehr viele wertvolle Notizen gemacht. Immer wieder wird dem Leser deutlich gemacht, dass Filme wie bespielsweise Matrix uns extrem wichtige philosophische Hintergründe bieten. Denn in Matrix fungiert das Gehirn als eine Eigenbeschreibung und die Realität ist nur ein bloßes Konstrukt. Außerdem wird in Matrix vermittelt, dass jede Illustration eine Wirklichkeit voraussetzt. Das Thema Bewusstsein ist heutzutage wichtiger denn je. Auch diesem Thema witmet sich Hübl sehr umfangreich. Da alles im Fluss ist, ändert sich unser Bewusstsein kontinuierlich. Hübl erzählt von Gedankenexperimenten, vom Placebo Effekt durch Heilmittel und von philosophischen Zombies. Der Autor spricht uns Leser direkt an aktiv zu werden und fordert uns auf, den eigenen Körper kennenzulernen. Mit dem letzten Kapitel findet er einen wundervollen, inspirierenden Abschluss. Ist es nicht die Sterblichkeit, die dem Leben Bedeutung gibt?

Folgst du dem weißen Kaninchen in die Welt der Philosophie?
Zusammenfassend hat mich "Folge dem weißen Kaninchen ... in die Welt der Philosophie" von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und sehr positiv überrascht. Das Buch gibt einen umfassenden, unterhaltenden Einblick in die moderne Philosophie und behandelt alle wichtigen Lebensbereiche. Hübl gibt auf große philosophische Fragen klare Antworten und überzeugt mit zahlreichen Beispielen großer Persönlichkeiten. Besonders spannend fand ich auch die Gedankenexperimente. Ich habe aus diesem Buch unheimlich viel mitgenommen und hatte wunderbare Lesestunden! Ich denke aus dieser Rezension kann jeder heraushören, dass ich restlos begeistert bin. Ich kann euch das Buch nur wärmstens ans Herz legen. Es lohnt sich!

"Folge dem weißen Kaninchen ... in die Welt der Philosophie" von Philipp Hübl bekommt ★★★★★ Sterne!
Für mich definitiv eines der besten Bücher aus 2020!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und an den Penguin Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Meine Meinung bleibt davon unberührt.  

2. Mai 2020

Buchrezension "Hautfreundin. Eine sexuelle Biografie" von Doris Anselm

Gibt es noch schmutzige Worte? Hilft fesseln gegen Traurigkeit? Besitzt ein Mann mit einer schönen Stimme auch eine schöne Zungenspitze? Kann man zu zärtlich sein, wenn man bloß eine Affäre hat? Und gedeiht im Unanständigen vielleicht ein besonderer Anstand? - Sie ist eine Frau, die Sex mag und seltsame Fragen, ihre eigene Haut und die Haut ganz verschiedener Männer. Direkte Berührung ebenso wie den Salto ins Fantastische. Sie flirtet lieber unterwegs als online, weil sie den kleinen Rausch des ersten Schritts liebt. Ihr Blick auf Sex ist zugleich lustvoll und schräg, präzise und sanft. Die Männer, denen sie nah kommt, gehen ihr nah. Aber worauf steht sie eigentlich selbst? Und wie hat das angefangen? Nach und nach ergeben die Geschichten ihrer hautnahen Begegnungen eine Geschichte: die überraschend glückliche sexuelle Biografie einer freien Frau. So sinnlich erzählt, dass die Sprache selbst Feuer fängt.

Doris Anselm' sexuelle Biografie hat mich sofort in den Bann gezogen! Auf eine humorvolle und ein wenig mysteriöse Art erzählt die Autorin von sexuellen Erlebnissen. Jedes Kapitel steht für ein selbstbewusstes sexuelles Abenteuer. Die Affären und sexuellen Erlebnisse passieren aus Lust auf Aufregung und sind an keine Bedingungen geknüpft  Im Buch begleiten wir eine selbstbewusste Frau bei ihren sexuellen Abenteuern. Ob mit einem Servicemitarbeiter, Masseur, Anwalt oder einem wildfremden Mann aus der Bahn - Doris Anselm schafft es, mit raffinierten Beschreibungen und auch teilweise nüchternen Erzählungen, diese Biografie zu etwas Besonderem zu machen. Die Schilderungen sind sehr realistisch und humorvoll.

Die Botschaft dahinter wird schnell klar. Es geht darum, sich selbstbestimmt mit dem eigenen Körper auszuleben. Ohne Rechtfertigung und ohne Scham. Gegen Ende des Buches war ein Kapitel etwas langatmig. Dieses Kapitel kam an die vorherigen, besser nachvollziehbaren Kapiteln leider nicht ran. Aufgrunddessen würde ich einen Stern abziehen.

Der Schreibstil ist locker, humorvoll und nüchtern, einzigartig und poetisch. Ich war von Anfang an in den Bann gezogen und verblüfft, wie analytisch und besonders über Sex geschrieben werden kann. Die Erzählweise ist besonders und ihr Empfinden für geschmackvolle, erotisches Sprache hervorragend. Die Männerbild kommt dabei keineswegs schlecht weg. Beide Geschlechter genießen die sexuellen Abenteuer. Es sind immer respektvolle Begegnungen auf Augenhöhe.

"Hautfreundin" kann ich nur wärmstens empfehlen! Gerade das Thema Selbstbestimmung, weibliche Lust und sexuelle Freiheit als Selbstverständlichkeit, ist hier die zentrale Botschaft. Es geht darum, was wir wollen und die Wünsche unserers Körpers zu erfüllen bzw. nachzugehen. Ich habe nochmal eine ganz andere Sicht auf dieses Thema bekommen und das Lesen der sexuellen Biografie "Hautfreundin"  als einen großen Mehrwert gesehen.

"Hautfreundin. Eine sexuelle Biografie" bekommt von mir ★★★★ Sterne!

Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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